Hauptüberlegungen für IT-Pros mit Macs im Unternehmen

Macs erobern den Arbeitsplatz ‒ entweder über die Führungsebenen oder Abteilungen, oder als Teil eines „Bring Your Own Device“-Programms. Daher müssen IT-Administratoren nun nach Möglichkeiten zur Beschleunigung des Mac Deployments im Unternehmen suchen. Ebenso müssen die Investitionen in die bisherigen Programme geschützt und die Compliance sichergestellt werden. Außerdem möchten Unternehmen mit den eingesetzten Lösungen so früh wie möglich von positivem ROI profitieren.

Bei der Planung der besten Lösung für Sie, werden Sie verschiedene Alternativen zur Bereitstellung von Windows Programmen für Ihre Mac Nutzer in Betracht ziehen müssen. Nachfolgend finden Sie die gängigsten Methoden.

Desktop-Virtualisierung

Virtuelle Maschinen sind bereits seit mehr als einem Jahrzehnt eine bewährte Technologie. Sie für die Bereitstellung eines Managed Corporate Desktop zu verwenden, ist einfach. Die Software zur Desktop-Virtualisierung wird auf dem Zielcomputer installiert und sorgt dafür, dass die Hardware mehrere voneinander unabhängige „Desktop-PCs“ zur selben Zeit ausführen kann. So können Sie z. B. auf einem Mac eine virtuelle Maschine nutzen, in der Windows installiert ist, und können damit Microsoft Outlook, Internet Explorer und Project ohne zusätzliche Hardware oder Netzwerkanschluss bereitstellen.

Vorteile:
  • Geringe Kosten: ~100 $ pro Arbeitsplatz für das Virtualisierungsprogramm; Betriebssysteme und Programme sind für gewöhnlich bereits durch bestehende Volumenlizenzen abgedeckt.
  • Keine teuren Server oder Infrastruktur nötig, daher wird unmittelbar ROI erzeugt.
  • Einfaches Deployment und Management durch Verwendung einer Vielzahl branchenüblicher Management-Tools
  • Keine Internetverbindung notwendig – Nutzer können rund um die Uhr produktiv sein.
  • Programme laufen mit beinahe nativer Geschwindigkeit.
  • Flexible zeitlich befristete Lizenzierung bedeutet, Sie zahlen nur für das, was Sie auch wirklich benötigen.

Virtual Desktop Infrastructure (VDI)

VDI ist eine Möglichkeit zur Verteilung von Windows Programmen an Mac Nutzer. Dabei werden Corporate Images erstellt, die sich in einem Rechenzentrum befinden, und dem Endanwender bei Bedarf über eine Highspeed-Verbindung bereitgestellt.


Potenzielle Vorteile:
  • Betriebssysteme und Programme befinden im Rechenzentrum und werden dem Endanwender nur bei Bedarf bereitgestellt.
  • In vielen Fällen kann dies Kosten reduzieren und die Verwaltung vereinfachen.
  • Kann eine gute Lösung für Programmumgebungen mit einem bestimmten Zweck sein (Callcenter, Kiosks etc.)
Potenzielle Nachteile:
  • Der Ausbau der Server, Infrastruktur und Dienste, der für diese Lösung nötig ist, kann schnell in tausende Euro gehen – pro Nutzer. Dadurch kann nur auf lange Sicht ROI erzielt werden: Laut Forrester Research* kann es für mittelgroße Unternehmen bis zu 4 Jahre dauern, bis ein positiver ROI zu verzeichnen ist
  • Die Lizenzierungsrichtlinien der Programme variieren und nicht alle Software-Lizenzen können in einer VDI-Umgebung verwendet werden. Unter Umständen müssen Sie dann potenziell teurere Verträge abschließen.
  • Für den Zugriff auf die Windows Programme ist eine Highspeed-Verbindung zu Ihrem Rechenzentrum erforderlich. Dies kann ein Problem für mobile Arbeiter oder Laptop-Nutzer darstellen.

Cloud-basierte Programmbereitstellung oder „Software as a Service“ (SaaS)

Cloud-basierte Programme befinden sich in einer gehosteten Umgebung und werden über eine Webverbindung genutzt. Programme können einerseits in einer „privaten“ Cloud gehostet werden, die sich im Besitz Ihrer IT-Abteilung befindet und von ihr verwaltet wird. Andererseits können sie sich auch an einem Ort befinden, der von einem Drittanbieter gehostet wird.


Potenzielle Vorteile:
  • Zentral vorhandene und verwaltete Programme sind bei Bedarf für Nutzer verfügbar.
  • Ermöglicht Ihnen die Bereitstellung von Programmen auf Computern, bei denen weit weniger Hardware-Spezifikationen zu beachten sind, da die Programme nicht auf den lokalen Geräten installiert sind.
Potenzielle Nachteile:
  • Erfordert eine permanente Internetverbindung – keine Verbindung bedeutet auch keine Produktivität.
  • Die Lizenz-Compliance für Programme ist unter Umständen schwer zu überprüfen, nachzuverfolgen und aufzuzeichnen.
  • Wenn von einem Drittanbieter gehostet, kann der Zugang und die Sicherheit schwer zu kontrollieren sein.

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