Parallels Server Bare Metal — Neuerungen

Parallels Server Bare Metal (PSBM) ist eine für die Cloud einsetzbare Virtualisierungslösung, die es Ihnen ermöglicht, mehrere virtuelle Maschinen und Container von Parallels simultan auf dem gleichen physischen Server einzusetzen. Damit können Sie Ihre Hardware-Ressourcen deutlich effizienter nutzen. Die Version 5.0:

  • Optimiert die Systemleistung mit Funktionen wie der Migration ohne Downtime
  • Unterstützt nun auch CPU sowie Memory Hotplug und ermöglicht es Ihnen, eine an die Hardware-Leistungsfähigkeit anpassbare Infrastructure-as-a-Service-Lösung einzurichten
  • Unterstützt IO- und CPU-Limitierung und -Accounting, sodass eine gute Leistung für die einzelnen Einheiten in einer großen Umgebung gesichert ist

Parallels Server Bare Metal enthält die folgenden neuen Funktionen und Verbesserungen:

  • Kompatibilität mit RHEL/CentOS 6. PSBM5.0 ist neu ausgerichtet auf Cloud Linux 6.1 (http://cloudlinux.com), das einen neuen Kernel (2.6.32) enthält und kompatibel mit RHEL/CentOS 6 ist. Dadurch wird PSBM in Einklang mit den neuesten Unternehmensdistributionen gebracht.
  • Neues Speicherverwaltungssystem für Container. Mit Parallels Server Bare Metal wird VSwap eingeführt, ein neues Modell zur Verwaltung speicherbezogener Parameter in Containern. Es vereinfacht Benutzern die Festlegung der RAM- und Swap-Größe für einen Container, sodass dieser wie ein dediziertes Gerät arbeitet. Weitere Informationen finden Sie im Benutzerhandbuch zu Parallels Server Bare Metal (EN), Abschnitt „Managing Memory Resources for Containers“.
  • Verbesserte Speicherverwaltung für virtuelle Maschinen. Sie können jetzt einstellen, wie viel Arbeitsspeicher für alle virtuellen Maschinen auf dem Host reserviert werden soll. Zusätzlich können Sie differenzierte Parameter zur Speichernutzung für bestimmte virtuelle Maschinen definieren, darunter garantierter Speicher, Priorisierung und Limitierung und Balloon-Treiber-Limitierung. Weitere Informationen finden Sie im Benutzerhandbuch zu Parallels Server Bare Metal (EN), Abschnitt „Managing Memory Resources for Virtual Machines“.
  • Unterstützung von Servern mit 64 CPU-Kernen und 128 GB RAM. Parallels Server Bare Metal 5.0 kann auf Servern installiert werden, die mit bis zu 64 CPU-Kernen und 128 GB RAM ausgestattet sind.
  • Host-geleiteter Netzwerkmodus für virtuelle Maschinen. Netzwerkadapter von virtuellen Maschinen können nun im Host-geleiteten Modus arbeiten. In diesem Fall wird der gesamte Netzwerk-Traffic über spezielle virtuelle Netzwerkadapter auf dem physischen Server geleitet.
  • I/O-Limitierung für Festplatten. Sie können die Bandbreite, die ein Container oder eine virtuelle Maschine für die Input- und Output(I/O)-Prozesse auf der Festplatte verwenden darf, über den Befehl pctl set --iolimit konfigurieren. Durch die Begrenzung der I/O-Bandbreite für Festplatten können Situationen vermieden werden, in denen ressourcenintensive I/O-Aktivitäten der Festplatte in einem Container oder einer virtuellen Maschine die Leistung anderer Container und virtueller Maschinen auf demselben Server verlangsamen.
  • Erfassung von I/O-Auslastung von Festplatten. Sie können die Input- und Output (I/O)-Statistiken von Festplatten für Container und virtuelle Maschinen sehen, indem Sie das Dienstprogramm pstat verwenden oder die Datei /proc/bc/<ID>/iostat analysieren. Mithilfe dieser Statistiken können Sie mühelos die Container und virtuellen Maschinen ausmachen, welche die höchste Festplatten-I/O-Auslastung auf dem Server erzeugen.
  • Unterstützung von Parallels Virtual Automation 4.6.3. Parallels Virtual Automation (PVA) 4.6.3 kann nun Server verwalten, die mit Parallels Server Bare Metal 5.0 arbeiten. Wenn Sie möchten, dass PVA bei Ihnen unterstützt wird, können Sie die PVA-Komponenten (PVA Agent und PVA Master Node) gleichzeitig zu Parallels Server Bare Metal 5.0 installieren.

    Hinweis: Es ist eine aktive Internetverbindung erforderlich, damit Sie die Komponente des PVA Master Node einrichten können.

  • Online-Migration für virtuelle Maschinen. Das Dienstprogramm pmigrate unterstützt nun das Migrieren virtueller Maschinen ohne jegliche Downtime, wodurch Serviceausfälle oder -unterbrechungen für den Endbenutzer vermieden werden.
  • Verbesserungen bei der Online-Migration für Container. Sie können jetzt Container migrieren, in welche Verzeichnisse via Network File System Version 3 (NFSv3) eingebunden sind, sowie Container, die einen oder mehrere AutoFS Mountpoints haben (einschließlich NFSv3-Verzeichnisse, die durch AutoFS verwaltet werden). Ebenso möglich ist die Migration von Containern mit Prozessen, bei denen offene Gerätedateien (auch Pipes genannt) und Unix Sockets von einem anderem Dateisystem verdeckt werden, wobei dieses Dateisystem über das Verzeichnis eingebunden ist, das diese Objekte enthält.
  • IPv6-Unterstützung. In dieser Version werden IPv6-Adressen vollständig bei virtuellen Maschinen und Containern unterstützt, das heißt, auch Traffic Shaping und Accounting werden unterstützt.
  • Anpassbare DHCP-Pools für Host-exklusive Netzwerke. Sie können jetzt den Bereich der IP-Adressen konfigurieren, den der Parallels DHCP-Server für virtuelle Maschinen in Host-exklusiven Netzwerken zuweist. Sie können entweder einen individuellen IP-Adressbereich in einer Kickstart-Datei festlegen, wenn Sie eine automatische Installation von Parallels Server Bare Metal 5.0 durchführen oder Sie ändern den Standard-IP-Adressbereich nach der Installation mithilfe der Parallels Management Console oder dem Dienstprogramm prlsrvctl.
  • Unterstützung von virtuellen Adaptern E1000. Es werden jetzt virtuelle E1000-Netzwerkadapter verwendet, um den Netzwerk-Traffic in virtuellen Maschinen mit solchen Betriebssystemen, die den Treiber E1000 unterstützen, zu verwalten. Die virtuellen E1000-Adapter unterstützen Jumbo Frames. Das sind übergroße Ethernet-Frames, die Nutzdaten von bis zu 9.000 Byte übertragen können.
  • Zuweisung der USB-Geräte. Sie können ein USB-Gerät einer virtuellen Maschine zuweisen. Dadurch wird das Gerät automatisch mit der virtuellen Maschine verbunden, wenn Sie es an den Parallels Server anschließen — oder wenn Sie die virtuelle Maschine starten.
  • Anzeige von Statistiken für virtuelle Maschinen. Sie können jetzt Statistiken über Ressourcen (wie z. B. CPU-Auslastung, Speicherplatznutzung und Netzwerk-Traffic) für virtuelle Maschinen überwachen. Dies ist über die Dienstprogramme pnetstat und pstat möglich.
  • CPU-Limit in Megahertz. Bei der Einstellung des CPU-Limits für virtuelle Maschinen und Container in den entsprechenden Einheiten können Sie nun auch ein solches Limit in MHz bestimmen. In solch einem Fall bleibt das CPU-Limit gleich, ungeachtet der CPU-Leistung des Servers, auf dem sich die virtuelle Maschine oder der Container befindet.
  • SATA-Unterstützung. Parallels Server Bare Metal 5.0 unterstützt nun die Verwendung von SATA-Geräten (virtuellen Festplatten und CD/DVD-ROM-Laufwerken) in virtuellen Maschinen. SATA-Geräte können zu und von virtuellen Maschinen hinzugefügt und entfernt werden, egal ob sie gerade aktiv oder ausgeschaltet sind.
  • Unterstützung von CPU sowie Memory Hotplug. Sie können jetzt die Funktionalitäten des CPU und Memory Hotplug in virtuellen Maschinen einschalten, womit Sie sowohl die Anzahl der CPUs als auch die Speichergröße Ihrer virtuellen Maschine dynamisch konfigurieren können.
  • Kompatibilität mit Produkten von Parallels. Sie können Ihre in Parallels Server Bare Metal 5.0 erstellten virtuellen Maschinen mit den folgenden Parallels Produkten verwenden (sofern die aktuellsten Updates installiert sind):
    • Parallels Desktop 6, 7 für Mac
    • Parallels Server für Mac 4.0
    • Parallels Server für Mac 4.0 Bare Metal Edition
    • Parallels Desktop 4 für Windows und Linux
    • Parallels Workstation 6 Extreme
  • Unterstützung der Konvertierung virtueller Maschinen von Drittanbietern. Sie können nun virtuelle Maschinen von Microsoft Hyper-V, Microsoft Virtual PC, Virtual Box, VMware und Xen in virtuelle Maschinen von Parallels umwandeln. Je nach Typ der virtuellen Maschine kann die Konvertierung mittels des Dienstprogramms pctl, prl_convert oder pmigrate durchgeführt werden.
  • Traffic Shaping und Accounting. Der Netzwerk-Traffic kann jetzt für Container sowie virtuelle Maschinen limitiert und gemessen werden.
  • CPU-Affinität. Auf physischen Servern mit mehreren Prozessoren können Sie nun virtuelle Maschinen und Container an bestimmte CPUs binden, sodass nur diese CPUs verwendet werden, um die in diesen virtuellen Maschinen und Containern ablaufenden Prozesse zu verarbeiten. Dadurch kann Ihre Systemleistung um bis zu 20% gesteigert werden.
  • NEU mit Update 3! Gesteigerte VM-Kapazität. Nun werden bis zu 24 virtuelle CPUs, bis zu 96 GB RAM für virtuelle Maschinen und bis zu 5 TB virtueller Speicherplatz unterstützt.
  • Private Netzwerke. Sie können jetzt private Netzwerke auf physischen Servern erstellen, um virtuelle Maschinen und Container in verschiedene Subnetze einzuschließen. Die virtuellen Maschinen und Container eines Subnetzes können nicht auf virtuelle Maschinen und Container eines anderen Subnetzes, außerhalb des privaten Netzwerkes und Computer in externen Netzwerken zugreifen. Zugleich können Sie schwache private Netzwerke erstellen, in denen virtuelle Maschinen und Container zwar nicht mit virtuellen Maschinen und Containern aus anderen Subnetzen kommunizieren können, jedoch mit virtuellen Maschinen und Containern außerhalb des privaten Netzwerkes und Computern in externen Netzwerken.
 
 
 
 
 
 
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