Virtualisierung verstehenDie Möglichkeit, mehrere oder unterschiedliche Betriebssysteme gleichzeitig auf demselben Computer auszuführen, hunderte virtueller Desktops von einem Server aus zu verwalten oder einen einzelnen Server in zahlreiche Betriebssysteme zu partitionieren, wobei jede Instanz einem Kunden zugewiesen wird — all das sind Beispiele für Virtualisierung. Virtualisierung für Anbieter von Cloud-DienstenFür Hosting-Dienste und für Rechenzentren ermöglicht die Virtualisierung den Anbietern von Cloud-Diensten, mehrere physische Server zu einem einzigen Server mit vollständiger Isolierung zu konsolidieren. Zu den Vorteilen zählen:
Virtual Private Server (VPS)Virtual Private Server (VPS) nutzen Virtualisierungssoftware, um die Lücke zwischen Shared Hosting und dediziertem Hosting zu schließen. VPS ist weniger kostspielig als ein dedizierter Server, liefert jedoch ein Maß an Flexibiliät, das sich bei Shared Hosting oder dediziertem Hosting nicht findet. Wird ein physischer Server in mehrere virtuelle Server unterteilt, kann die Sicherheit erhöht werden. Dabei werden die Kosten aufgeteilt. Auf einem VPS erhalten Kunden Root-Zugriff und können ihren Anteil am Server unabhängig von den anderen VPS-Einheiten neu starten. Das bedeutet, dass der Absturz eines VPS nicht den ganzen Server beeinträchtigt. Ein weiteres kostensparendes Virtualisierungsmodell ist die virtuelle Desktop-Infrastruktur. Als Rückgriff auf die Ära des Mainframe-Computings ermöglicht es VDI großen IT-Abteilungen, Endnutzer-Applikationen auf einem zentralen Server zu konsolidieren. Zu den Vorteilen der VDI-Technologie zählen geringere Kosten, einfachere Patch-Verwaltung und schnelle Einrichtung neuer Applikationen. Angebote für VirtualisierungstechnologienParallels Virtuozzo Containers und Parallels Server "Bare Metal" sind zwei beliebte Virtualisierungstechnologien bei Anbietern von Cloud-Diensten. Container-Virtualisierung nutzt ein Exemplar eines Betriebssystems und setzt eine Schicht mit virtuellen Umgebungen darauf, während Hypervisor-Virtualisierung an der Hardware-Schicht ansetzt, und jede virtuelle Maschine ihr eigenes Betriebssystem benötigt. Jede Technologie hat ihre Vorteile – abhängig von den Problemen, die mit Virtualisierung gelöst werden sollen. Container-VirtualisierungPro: Da ein Betriebssystem für die Ausführung aller virtuellen Umgebungen auf dem Server genutzt wird, bietet Container-Virtualisierung eine viel höhere Dichte. In Vergleichen können Container zwei- bis dreimal mehr virtuelle Umgebungen pro Server als ein Hypervisor ermöglichen. Dies ist möglich, weil ein großer Teil des Overheads eines Servers aus dem Betriebssystem besteht, das den Server betreibt. Diese Technologie ist hervorragend für eine High-Density-Lösung geeignet, bei der alle virtuellen Umgebungen auf demselben Server nur ein Betriebssystem nutzen können. Naheliegende Beispiele sind Massen-VPS-Hosting und Applikations-Hosting. Da nur ein einziges Betriebssystem gewartet werden muss, betrifft ein Update oder Upgrade alle virtuellen Umgebungen auf dieser Maschine gleichzeitig. Wo 30 virtuelle Maschinen 30 separate Verwaltungsprozesse auf 3 oder 4 Servern erforderlich machen würden, benötigen dieselben 30 virtuellen Umgebungen nur einen Verwaltungsprozess. Dies ist eine große Zeitersparnis. Contra: Bei der Container-Virtualisierung können Sie nur ein Betriebssystem pro Server anbieten. Wenn Sie Windows und Linux anbieten möchten, müssen Sie dafür mindestens 2 Server zur Verfügung stellen. Einige Kunden fordern speziellen Zugriff zur Änderung von wichtigen Systemkomponenten wie dem Kernel an. Die Bedürfnisse dieser Kunden können mit einer Container-Lösung nicht erfüllt werden. Hypervisor-VirtualisierungPro: Hypervisor-Virtualisierung ist ideal, wenn Sie einen Betriebssystem-Mix benötigen. So nutzen viele Unternehmen auch weiterhin Legacy-Betriebssysteme, damit sie ältere Software einsetzen können. Allerdings wird für den größten Anteil an Aufgaben, die vom selben System erledigt werden müssen, moderne Software erforderlich – zu diesem Zweck eignet sich die Hypervisor-Virtualisierung am besten. Hypervisoren sind auch nützlich bei der Optimierung eines Servers für Hochverfügbarkeit und für die Erstellung individueller Umgebungen für Entwickler. Contra: Da jede virtuelle Maschine ihr eigenes Betriebssystem nutzt, können Sie sehr viel weniger virtuelle Maschinen auf einen Server stellen. Dies führt zu einer Steigerung der Hardware-Nutzung und zu höheren Kosten für Strom und Personal. Der Einsatz der Hypervisor-Virtualisierung ist zudem sehr arbeitsintensiv, da jede virtuelle Maschine einen separaten Installationsprozess erforderlich macht und individuell gewartet, gepatcht und aktualisiert werden muss. Diese pflegeintensive Lösung erhöht die Anzahl an Administratoren, die für die Verwaltung des Servers benötigt werden. Das Beste beider TechnologienParallels ist das einzige Unternehmen, das Virtualisierungssoftware liefert, damit kommerzielle Software für beide Virtualisierungstypen angeboten werden kann. In Zukunft möchten wir diese Flexibilität erweitern und planen ein Softwarepaket, das beide Virtualisierungstypen auf einem Server möglich macht. ServInt verbraucht 85 % weniger Strom durch Virtualisierung. Mehr dazu |
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