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UTM vs. Parallels Desktop: Windows 11 auf dem Mac

Veröffentlicht 6. Juli 2026 · Aktualisiert 18. September 2026

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Mit UTM können Nutzer eines Apple-Silicon-Macs Windows 11 on ARM kostenlos ausführen. Die Lösung eignet sich gut, um ein Betriebssystem zu testen, eine separate Entwicklungsumgebung bereitzuhalten oder Windows nur gelegentlich zu verwenden.

Wer Windows täglich nutzt, stellt höhere Anforderungen an eine virtuelle Maschine.

Bei UTM bleiben Einrichtung und Verwaltung der VM stärker in Ihrer Hand. Die Mac-Integration ist nützlich, aber im Vergleich zu Parallels Desktop eingeschränkter. UTM bietet für Windows derzeit keine hardwarebeschleunigte 3D-Grafik mit DirectX oder OpenGL. Für ein kostenloses Tool kann dieser Kompromiss durchaus akzeptabel sein. Sobald Sie jedoch beruflich, für Engineering-Software oder zum Gaming auf Windows-Anwendungen angewiesen sind, werden die Unterschiede wichtiger.

Dieser Leitfaden zeigt, was UTM gut kann, welche Einstellungen sich zu optimieren lohnen, wo die aktuellen Grenzen liegen und welche Vorteile ein Wechsel zu Parallels Desktop bietet. Außerdem werden VMware Fusion, VirtualBox und Whisky betrachtet, damit Sie besser einschätzen können, welche Lösung zu welchem Einsatzbereich passt.

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Was UTM gut kann

UTM hat sich auf Apple-Silicon-Macs etabliert, weil die Software viele Einsatzbereiche abdeckt und kostenlos verfügbar ist.

Auf einem Mac mit M-Serie-Chip kann UTM Arm64-Betriebssysteme wie Windows 11 on ARM mithilfe der Hardwarevirtualisierung von Apple virtualisieren. Dadurch entfällt der deutlich größere Leistungsverlust, der bei der Emulation eines Betriebssystems für eine andere Prozessorarchitektur entsteht.

Über QEMU kann UTM auch x86- und x64-Systeme emulieren. Das ist nützlich, wenn nicht die maximale Windows-Leistung im Vordergrund steht, sondern der Zugriff auf ein älteres Betriebssystem oder eine andere Architektur.

Entwickler können temporäre Windows- oder Linux-Umgebungen getrennt von ihrer eigentlichen Mac-Installation betreiben. Studierende können lernen, wie virtuelle Maschinen funktionieren, ohne ein kommerzielles Produkt kaufen zu müssen. Wer nur einige Male im Monat ein ausschließlich unter Windows verfügbares Tool benötigt, nimmt für eine kostenlose Lösung möglicherweise etwas mehr Einrichtungsaufwand in Kauf. Über die Guest Tools unterstützt UTM außerdem nützliche Host-zu-Gast-Funktionen wie die gemeinsame Nutzung der Zwischenablage, freigegebene Verzeichnisse, dynamische Auflösung und die Darstellung auf Retina-Displays.

Wo UTM an seine Grenzen stößt

Einige Probleme mit UTM lassen sich durch eine bessere VM-Konfiguration beheben. Andere hängen von den Funktionen der Virtualisierungsplattform selbst ab. Wer den Unterschied kennt, kann sich viel Fehlersuche ersparen.

UTM bietet unter Windows keine 3D-Grafikbeschleunigung

Die 3D-Grafikunterstützung ist einer der deutlichsten Unterschiede zwischen UTM und Parallels Desktop.

Für Windows unterstützt UTM derzeit keine GPU-Emulation oder -Virtualisierung und damit keine hardwarebeschleunigte 3D-Grafik mit DirectX oder OpenGL. Für einfache Windows-Anwendungen oder Testumgebungen kann das ausreichen, bei grafikintensiven Workflows ist es jedoch eine wesentliche Einschränkung.

Wenn Ihr Windows-Workflow auf 3D-Beschleunigung angewiesen ist, ist dieser Unterschied relevant. Parallels Desktop unterstützt in kompatiblen virtuellen Windows-11-Maschinen auf Apple Silicon DirectX bis Version 11.1 und OpenGL bis Version 4.3. Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Windows-Spiel, jedes CAD-Paket oder jede GPU-intensive Anwendung funktioniert. Windows 11 on ARM weist weiterhin Kompatibilitätsgrenzen auf. Anwendungen, die DirectX 12, nicht unterstützte Treiber, Anti-Cheat-Software oder verschachtelte Virtualisierung erfordern, funktionieren unter Umständen nicht.

Der praktische Unterschied ist klar: UTM eignet sich eher für grundlegende Windows-Nutzung und Testumgebungen, während Parallels Desktop hardwarebeschleunigte 3D-Grafik für kompatible Windows-Anwendungen unterstützt.

Die Windows-Installation erfordert mit UTM mehr Aufwand

UTM bietet einen Assistenten für Windows-VMs, und aktuelle Versionen können die Guest Tools automatisch herunterladen. Das passende Installationsmedium für Windows 11 Arm müssen Sie dennoch beschaffen, die VM-Ressourcen und den Speicher festlegen und die Windows-Installation selbst durchlaufen. Diese Kontrolle kann ein Vorteil sein. Wer Virtualisierung lernen oder eine VM für einen bestimmten Test aufsetzen möchte, schätzt möglicherweise genau diese Flexibilität.

Weniger attraktiv ist dieser Ansatz, wenn Sie einfach nur eine Windows-Anwendung öffnen möchten. Parallels Desktop kann Windows 11 on ARM über den Installationsassistenten direkt von Microsoft herunterladen und die VM für Ihren Mac und den ausgewählten Einsatzzweck konfigurieren. Da weniger Entscheidungen bei der Einrichtung nötig sind und größere Teile der Installation automatisch erfolgen, konnten Nutzer in unseren Tests mit Parallels Desktop bis zu doppelt so schnell einen funktionsfähigen Windows-Desktop erreichen wie mit UTM.

Die genaue Einrichtungszeit hängt vom Mac, der Netzwerkverbindung und der Windows-Konfiguration ab. Der praktische Unterschied ist jedoch klar: Parallels übernimmt einen größeren Teil der Einrichtung für Sie.

UTM bietet Mac-Integration, aber nicht im gleichen Umfang

Wenn die passenden SPICE Guest Tools installiert sind, kann UTM Zwischenablageinhalte und Ordner zwischen macOS und einem unterstützten Windows-Gastsystem teilen. Außerdem unterstützt UTM dynamische Auflösung und für Retina-Displays optimierte Anzeigeeinstellungen.

Es geht also nicht darum, dass UTM keinerlei Integration mit macOS bietet. Der Unterschied liegt im Umfang. Mit dem Coherence-Modus kann Parallels Desktop Windows-Anwendungen neben Mac-Anwendungen anzeigen, unterstützte Windows-Apps in das Dock integrieren sowie Dateien und Zwischenablageinhalte zwischen beiden Umgebungen teilen. Dadurch entsteht ein stärker integriertes Mac- und Windows-Arbeitserlebnis. Wer einen Großteil des Tages in einer Windows-VM arbeitet, spürt diese Unterschiede im Alltag und nicht nur optisch.

Auch bei der Snapshot-Verwaltung gibt es Unterschiede

Snapshots sind vor einer riskanten Softwareinstallation, einem Windows-Update, einer Änderung an der Registry oder einem Entwicklungstest hilfreich. QEMU, die technische Basis von UTM, verfügt über Snapshot-Funktionen.

UTM stellt derzeit jedoch keine vollständige Snapshot-Verwaltung über die reguläre grafische Oberfläche bereit. Dadurch ist das Zurücksetzen weniger komfortabel als in Parallels Desktop oder VMware Fusion, wo Snapshots direkt in den VM-Workflow integriert sind. Bei einer kurzlebigen Test-VM spielt das möglicherweise keine große Rolle. Wenn Sie jedoch regelmäßig mit einer Windows-Umgebung experimentieren und diese wiederherstellen müssen, wird die Funktion wichtiger.

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Windows 11 auf einem Apple-Silicon-Mac ausführen

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UTM-Einstellungen, die Sie vor einem Wechsel prüfen sollten

Eine langsame UTM-VM bedeutet nicht automatisch, dass Sie ein anderes Virtualisierungsprodukt benötigen. Die Konfiguration spielt eine wichtige Rolle, insbesondere wenn Windows zu viele Ressourcen zugewiesen wurden oder auf einem Apple-Silicon-Mac eine x86-Version von Windows emuliert wird.

Wenn Windows in UTM träge reagiert, prüfen Sie zunächst Folgendes:

EinstellungGuter AusgangspunktWarum das wichtig ist
Windows-ArchitekturWindows 11 Arm64 auf Apple SiliconArm64 kann direkt virtualisiert werden. Das Ausführen von x86-/x64-Windows auf Apple Silicon erfordert Emulation und verursacht deutlich höhere Leistungseinbußen.
vCPUFür die allgemeine Windows-Nutzung mit etwa 4 Kernen beginnen und anschließend an den Workload anpassenMehr CPU-Ressourcen machen die VM nicht automatisch schneller. Auch macOS benötigt Rechenleistung. Wenn der VM alle verfügbaren Kerne zugewiesen werden, kann die Reaktionsfähigkeit des gesamten Systems leiden.
RAM6–8 GB auf einem Mac mit 16 GB für die allgemeine NutzungWindows benötigt genügend Arbeitsspeicher, um übermäßiges Auslagern zu vermeiden. Wird macOS jedoch zu viel RAM entzogen, entsteht an anderer Stelle ein Engpass. Anspruchsvollere Anwendungen können mehr Speicher benötigen.
Windows-EnergiemodusBei Netzbetrieb und hoher CPU-Anforderung den Modus „Beste Leistung“ verwendenDie Windows-Energieverwaltung kann die Leistung reduzieren, um Energie zu sparen. Leistungsstärkere Modi erhöhen gleichzeitig Stromverbrauch und Wärmeentwicklung.
SpeicherInterne SSD oder schnelle externe SSDLangsamer Speicher kann dazu führen, dass Windows-Start, Updates, Auslagerung und Programmstarts wie CPU-Probleme wirken.
AnzeigeMit der normalen UTM-Skalierung beginnen; den Retina-Modus nur aktivieren, wenn die höhere Schärfe benötigt wirdUTM weist darauf hin, dass der Retina-Modus mehr Arbeitsspeicher und Rechenleistung benötigt, weil das Gastsystem mit einer höheren effektiven Auflösung rendert.

Verstehen Sie diese Werte als Ausgangspunkte und nicht als feste Regeln. Eine VM für Browser und Office benötigt andere Ressourcen als ein Compiler, eine Datenbank oder eine Engineering-Anwendung. Auch der Mac selbst spielt eine Rolle: Ein System mit 16 GB bietet deutlich weniger Spielraum für eine großzügig konfigurierte Windows-VM als ein Mac mit 32 GB oder mehr.

Wie Parallels Desktop im Vergleich abschneidet

Parallels Desktop verfolgt bei derselben Aufgabe einen anderen Ansatz. Anstatt einen großen Teil von Aufbau und Feineinstellung der VM dem Nutzer zu überlassen, übernimmt die Software wesentliche Schritte der Windows-Einrichtung. Windows 11 kann über den Installationsassistenten heruntergeladen werden, und die VM wird für den Mac konfiguriert, statt weitgehend manuell eingerichtet werden zu müssen.

Auch bei der Grafik gibt es einen klaren Unterschied. Parallels Desktop unterstützt DirectX 11.1 und OpenGL 4.3 für kompatible virtuelle Windows-11-Maschinen. UTM bietet unter Windows derzeit keine hardwarebeschleunigte 3D-Grafik mit DirectX oder OpenGL.

Parallels geht auch bei der täglichen Mac-Integration weiter. Windows-Anwendungen können neben Mac-Anwendungen angezeigt werden, Dateien lassen sich zwischen beiden Umgebungen verschieben und die VM wirkt weniger wie ein separater Computer, den Sie lediglich über macOS aufrufen.

Eine Einschränkung bleibt wichtig: Parallels hebt die grundlegenden Grenzen von Windows 11 on ARM nicht auf. Bei einigen x86- und x64-Anwendungen bestehen weiterhin Kompatibilitätsprobleme. Verschachtelte Virtualisierung ist auf Apple Silicon nicht verfügbar, und einige neuere Spiele funktionieren aufgrund von Grafikanforderungen, Architekturunterschieden oder Anti-Cheat-Systemen nicht. Parallels garantiert daher nicht, dass jedes Windows-Programm auf einem Mac läuft. Für kompatible Anwendungen reduziert die Lösung jedoch einen großen Teil des Aufwands rund um die VM.

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UTM vs. Parallels Desktop vs. VMware Fusion vs. VirtualBox

Inzwischen gibt es mehrere praktikable Möglichkeiten, Windows 11 auf einem Apple-Silicon-Mac auszuführen. Die Unterschiede sind differenzierter als noch vor einigen Jahren. VirtualBox unterstützt inzwischen beispielsweise Windows-11-ARM-Gastsysteme auf ARM-Hosts. UTM kann Windows 11 auf Apple Silicon virtualisieren, bietet für Windows jedoch keine hardwarebeschleunigte 3D-Grafik. VMware Fusion ist für private, schulische und kommerzielle Nutzung kostenlos.

Die folgende Tabelle zeigt den aktuellen Stand dieser Produkte und nicht ältere Vergleiche aus der Intel-Ära.

FunktionParallels DesktopUTMVMware FusionVirtualBox
Windows 11 Arm auf Apple SiliconJaJaJaJa
Virtualisierung auf Apple SiliconNative ARM-VirtualisierungNative ARM-VirtualisierungNative ARM-VirtualisierungARM-Virtualisierung unterstützt
3D-Grafik unter WindowsDirectX bis 11.1; OpenGL bis 4.3Keine hardwarebeschleunigte 3D-Grafik mit DirectX oder OpenGL unter WindowsDirectX 11 wird in aktuellen Apple-Silicon-Versionen unterstütztEingeschränkte 3D-Beschleunigung unter macOS auf ARM
Windows-EinrichtungWindows-Download und geführte automatische InstallationManuelle Auswahl des Installationsmediums und Einrichtung der VMWindows kann bezogen werden; die Installation bleibt stärker manuell geprägtManuelle Einrichtung von VM und Windows
Gemeinsame Zwischenablage mit WindowsJaJa, mit Guest ToolsJa, in aktuellen Apple-Silicon-VersionenAbhängig von Guest Additions
Freigegebene Ordner mit WindowsJaJa, über SPICE WebDAVFür Windows-ARM-Gastsysteme derzeit nicht unterstütztAbhängig von Guest Additions
Drag-and-drop mit WindowsJaKein vergleichbar integrierter WorkflowJa, in aktuellen Apple-Silicon-VersionenUnterstützung variiert je nach Gastsystem und Plattform
Retina-/automatische AnzeigeanpassungJaJa, mit konfigurierbarem Retina-Modus und dynamischer AuflösungAutomatische Auflösungsanpassung unterstütztAuf Arm eingeschränkter als bei Parallels
VM-SnapshotsJaQEMU unterstützt Snapshots, UTM bietet jedoch keine vollständige grafische Snapshot-VerwaltungJaJa
Integrierter Modus für Windows-AnwendungenCoherence-ModusNeinUnity-Modus ist für Windows ARM nicht verfügbarNein
Von Microsoft autorisierte Lösung für Windows 11 auf Apple SiliconJaNeinNeinNein
KostenKostenpflichtigKostenlos; kostenpflichtige Version im Mac App Store ebenfalls verfügbarKostenlosKostenlos

Der Funktionsumfang von Mac-Virtualisierungslösungen ändert sich schnell, insbesondere auf Arm. Wenn eine bestimmte Anwendung oder ein Workflow von einer einzelnen Funktion in dieser Tabelle abhängt, sollten Sie die aktuellen Versionshinweise prüfen.

Einen weiteren deutschsprachigen Vergleich finden Sie im Leitfaden zu virtuellen Maschinen für Mac.

Weitere VM-Optionen für den Mac

UTM und Parallels Desktop sind nicht die einzigen Optionen. VMware Fusion und VirtualBox können heute ebenfalls Windows 11 Arm auf Apple Silicon ausführen. Whisky löst dagegen eine andere Art von Windows-Kompatibilitätsproblem, ohne Windows selbst auszuführen.

VirtualBox: Oracle VirtualBox ist kostenlos und Open Source. Ältere Vergleiche beschreiben VirtualBox auf Apple Silicon häufig als reine Emulationslösung. Das ist inzwischen nicht mehr korrekt. Mit VirtualBox 7.2 wurde die Virtualisierung von Windows 11 ARM-Gastsystemen auf Arm-Hosts unterstützt, einschließlich macOS auf Apple Silicon. Die Apple-Silicon-Implementierung ist jedoch weiterhin weniger ausgereift als VirtualBox auf x86-Systemen. Oracle bezeichnet auch die 3D-Beschleunigung unter macOS auf Arm als experimentell. Am besten geeignet für: Nutzer, die VirtualBox bereits kennen, eine kostenlose VM-Plattform benötigen und mit den neueren Einschränkungen der Arm-Plattform umgehen können. Besonders sinnvoll bleibt VirtualBox in Umgebungen, in denen die Software bereits Teil eines bestehenden Test- oder Entwicklungsworkflows ist.

VMware Fusion: VMware Fusion hat auf dem Mac eine lange Geschichte und unterstützt inzwischen Windows 11 Arm auf Apple Silicon. Aktuelle Apple-Silicon-Versionen bieten DirectX-11-Unterstützung, Kopieren und Einfügen, Drag-and-drop, Snapshots und automatische Auflösungsanpassung. Einige Funktionen der älteren Intel-Version wurden jedoch nicht übernommen. Freigegebene Ordner für Windows-ARM-Gastsysteme und der Unity-Modus werden derzeit beispielsweise nicht unterstützt. Fusion Pro ist seit Ende 2024 für private, schulische und kommerzielle Nutzung kostenlos. Am besten geeignet für: Entwickler, technisch versierte Nutzer und Organisationen, die bereits mit VMware-Tools oder -Infrastruktur arbeiten und einen kostenlosen Desktop-Hypervisor suchen.

Whisky: Whisky unterscheidet sich von den anderen Produkten auf dieser Seite, weil es keine virtuelle Maschine ist. Die Anwendung bietet eine Mac-Oberfläche, um kompatible Windows-Software über Wine und Technologien aus Apples Game Porting Toolkit auszuführen. Im Hintergrund läuft keine vollständige Windows-Installation. Das kann Whisky attraktiv machen, wenn eine bestimmte Anwendung oder ein Spiel mit Wine gut funktioniert. Die Kompatibilität hängt jedoch von der jeweiligen Anwendung ab. Software, die bestimmte Windows-Treiber, Dienste, APIs oder Anti-Cheat-Komponenten voraussetzt, funktioniert möglicherweise nicht. Am besten geeignet für: Nutzer, die eine bekannte Wine-kompatible Windows-Anwendung ausführen möchten, ohne eine vollständige Windows-VM zu verwalten. Wenn Sie Windows selbst und nicht nur eine kompatible Anwendung benötigen, sollten Sie stattdessen ein Virtualisierungsprodukt verwenden.

Welche Option passt zu Ihrem Einsatz?

UTM wählen, wenn Kosten und Kontrolle im Vordergrund stehen

UTM ist sinnvoll, wenn Sie eine kostenlose Windows- oder Linux-VM möchten und die Konfiguration selbst übernehmen können. Besonders nützlich ist UTM für Betriebssystemtests, isolierte Entwicklungsarbeit, Sicherheitslabore und gelegentlichen Windows-Zugriff. Für Workflows, die hardwarebeschleunigte 3D-Grafik unter Windows benötigen, ist UTM dagegen weniger geeignet.

VMware Fusion wählen, wenn VMware bereits zu Ihrer Arbeitsumgebung passt

Fusion ist eine leistungsfähige kostenlose Alternative für technisch versierte Nutzer. DirectX-11-Unterstützung, Snapshots und das breitere Virtualisierungs-Tooling von VMware bieten bei einigen Workloads Vorteile gegenüber UTM. Die Windows-Integration auf Apple Silicon ist jedoch nicht so vollständig wie bei der früheren Intel-Version von Fusion. Prüfen Sie daher die konkret benötigte Funktion, anstatt davon auszugehen, dass jede bekannte Fusion-Funktion verfügbar ist.

VirtualBox wählen, wenn Sie eine kostenlose Allzweck-VM benötigen

Die Apple-Silicon-Unterstützung von VirtualBox hat sich deutlich verbessert. Windows 11 Arm kann inzwischen virtualisiert werden, sodass VirtualBox nicht mehr nur als Ausweichlösung für Intel-Systeme infrage kommt. Mehrere Arm-Funktionen sind jedoch noch relativ neu oder experimentell, insbesondere bei der Grafik. Die Lösung eignet sich daher eher für Nutzer, die mit einer technischeren Einrichtung vertraut sind.

Whisky wählen, wenn Sie Windows selbst nicht benötigen

Wenn eine einzelne Windows-Anwendung der einzige Grund für eine VM ist, prüfen Sie zunächst, ob sie mit Whisky funktioniert. Auf das Betriebssystem vollständig zu verzichten, kann ressourcenschonender sein als der Betrieb einer Windows-VM. Der Kompromiss liegt bei der Kompatibilität: Wine-basierte Lösungen hängen stark von der jeweiligen Anwendung ab.

Parallels Desktop wählen, wenn Windows regelmäßig zu Ihrem Mac-Workflow gehört

Parallels Desktop richtet sich an einen anderen Nutzungsbereich. Wer nur alle paar Wochen eine Windows-VM öffnet, hat möglicherweise wenig Grund, dafür zu bezahlen. Wer dagegen den ganzen Tag zwischen macOS und Windows wechselt, bemerkt die Unterschiede bei der Integration wesentlich häufiger. Besonders relevant werden sie bei grafikabhängiger Software, Windows-Geschäftsanwendungen, Engineering-Tools wie SOLIDWORKS auf dem Mac und einigen Windows-Spielen. Hinzu kommt ein Unterschied beim Support: Parallels Desktop ist die einzige von Microsoft autorisierte Virtualisierungslösung zum Ausführen von Windows 11 Pro und Enterprise auf Apple Silicon Macs.

Von UTM zu Parallels Desktop wechseln

Sie müssen UTM nicht deinstallieren, um zu prüfen, ob Parallels Desktop für Ihre Anwendungen besser funktioniert. Beide Produkte können auf demselben Mac installiert bleiben. So können Sie eine bestehende UTM-VM behalten und parallel dazu eine separate Windows-Installation in Parallels Desktop einrichten.

Eine neue Parallels-VM lässt sich in wenigen Schritten einrichten:

  1. Parallels Desktop installieren.
  2. Die Option zur Installation von Windows 11 auswählen.
  3. Windows 11 on ARM vom Installationsassistenten herunterladen und konfigurieren lassen.
  4. Windows mit einer geeigneten Windows-Lizenz aktivieren.
  5. Die tatsächlich benötigten Windows-Anwendungen installieren und testen, bevor Sie Änderungen an Ihrer bestehenden UTM-Konfiguration vornehmen.

Die Windows-Lizenz ist separat von der Parallels-Desktop-Lizenz erforderlich.

Wenn dies Ihre erste Windows-VM ist, finden Sie im Leitfaden zu Windows on ARM auf dem Mac eine ausführlichere Beschreibung des Einrichtungsprozesses.

Häufige Fragen

Ist UTM für Windows 11 auf einem Apple-Silicon-Mac kostenlos?

UTM selbst ist kostenlos verfügbar. Eine kostenpflichtige Version im Mac App Store ist ebenfalls erhältlich. Für die Aktivierung von Windows 11 benötigen Sie unabhängig von UTM eine gültige Windows-Lizenz.

Unterstützt UTM DirectX oder OpenGL unter Windows 11?

Nein. UTM unterstützt unter Windows derzeit keine GPU-Emulation oder -Virtualisierung und damit keine hardwarebeschleunigte 3D-Grafik mit DirectX oder OpenGL.

Worin unterscheiden sich UTM und Parallels Desktop?

UTM bietet eine kostenlose und flexibel konfigurierbare Virtualisierung, erfordert jedoch mehr manuelle Einrichtung und VM-Verwaltung. Parallels Desktop automatisiert einen größeren Teil der Windows-Installation, integriert Windows-Apps enger in macOS und unterstützt hardwarebeschleunigte 3D-Grafik für kompatible Windows-Anwendungen.

Benötige ich für UTM oder Parallels Desktop eine Windows-Lizenz?

Ja. Die Windows-Lizenz ist von der Lizenz für die Virtualisierungssoftware getrennt. Auch wenn Sie UTM kostenlos verwenden oder Parallels Desktop lizenzieren, benötigen Sie für die Aktivierung von Windows eine geeignete Windows-Lizenz.

Kann ich UTM und Parallels Desktop auf demselben Mac verwenden?

Ja. Beide Anwendungen können auf demselben Mac installiert bleiben. Sie können eine bestehende UTM-VM behalten und parallel eine separate Windows-Installation in Parallels Desktop einrichten, um Ihre Anwendungen zu testen.

Ist Parallels Desktop von Microsoft für Windows 11 auf Apple Silicon autorisiert?

Ja. Parallels Desktop ist die einzige von Microsoft autorisierte Virtualisierungslösung zum Ausführen von Windows 11 Pro und Enterprise auf Apple-Silicon-Macs.

Was ist der Unterschied zwischen UTM und Parallels Desktop für Entwickler?

Beide Lösungen können isolierte Windows- und Linux-Umgebungen auf einem Apple-Silicon-Mac ausführen. UTM bietet Entwicklern eine kostenlose, flexibel konfigurierbare Benutzeroberfläche für QEMU und eignet sich besonders dann, wenn niedrige Kosten, Emulationsmöglichkeiten oder manuelle Kontrolle wichtiger sind als eine enge Desktop-Integration.

Parallels Desktop Pro bietet höhere VM-Ressourcenlimits, Kommandozeilen- und Automatisierungsfunktionen, erweiterte Netzwerkkontrollen, Snapshots sowie Integrationen, die speziell für Entwicklungs-Workflows gedacht sind. Weitere Informationen zum aktuellen Funktionsumfang der Pro-Version finden Sie unter Entwicklungsumgebungen auf dem Mac.

Welche Lösung besser geeignet ist, hängt von der Umgebung ab, die Sie nachbilden möchten. Entwickler, die mehrere Prozessorarchitekturen testen, bevorzugen möglicherweise UTM. Wer dagegen täglich mit Windows-Entwicklungstools arbeitet, kann von der engeren Integration und den erweiterten Verwaltungsfunktionen von Parallels Desktop profitieren.

Unterstützt UTM Windows-11-Gaming auf dem Mac?

Ja, allerdings nur eingeschränkt und experimentell. Die Beta-Version von UTM 5 bietet inzwischen experimentelle DirectX-12-Beschleunigung für Windows, sodass die Antwort nicht mehr pauschal „Nein“ lautet.

Die Spielekompatibilität ist weiterhin eingeschränkt, und UTM bezeichnet den Grafiktreiber selbst als experimentell. Spiele können zudem aus Gründen fehlschlagen, die nichts mit der DirectX-Unterstützung der virtuellen Maschine zu tun haben, darunter Anti-Cheat-Systeme und Kompatibilitätsprobleme von Windows on Arm.

Parallels Desktop unterstützt DirectX bis Version 11.1, weist jedoch ebenfalls Einschränkungen auf. Einige neuere Spiele, Titel, die DirectX 12 voraussetzen, sowie Spiele mit Anti-Cheat-Software funktionieren möglicherweise nicht. Prüfen Sie daher vor der Wahl einer Virtualisierungsplattform die Kompatibilität des jeweiligen Spiels.

Weitere Informationen zur aktuellen Gaming-Unterstützung von Parallels finden Sie auf der Seite Windows-Gaming auf dem Mac.

Wie unterscheidet sich VirtualBox von Parallels Desktop auf Apple Silicon?

VirtualBox unterstützt inzwischen die Virtualisierung von Windows 11 Arm auf Apple Silicon. Beschreibungen, wonach VirtualBox auf Macs mit M-Serie-Prozessoren nur Emulation unterstützt, sind daher nicht mehr aktuell.

Der wichtigste Unterschied liegt in der Reife der Lösung und in der Integration. Die Arm-Unterstützung von VirtualBox ist neuer, und Oracle beschreibt die 3D-Beschleunigung auf macOS Arm als experimentell.

Parallels Desktop verfügt über einen länger etablierten Workflow für Windows auf Apple Silicon, bietet eine engere Integration mit macOS und unterstützt produktionsreife Grafikfunktionen bis DirectX 11.1 und OpenGL 4.3.

VirtualBox bleibt dennoch eine attraktive Option, wenn eine kostenlose und allgemeine Virtualisierungslösung die jeweiligen Anforderungen erfüllt.

Ist VMware Fusion kostenlos?

Ja. VMware Fusion Pro ist für die persönliche, schulische und kommerzielle Nutzung kostenlos erhältlich.

Aktuelle Versionen für Apple Silicon können Windows 11 Arm ausführen und unterstützen DirectX 11, Snapshots, Kopieren und Einfügen sowie Drag-and-drop.

Einige ältere Funktionen von Fusion stehen bei Windows-Arm-Gastsystemen jedoch nicht zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem der Unity-Modus und freigegebene Windows-Ordner.