Wie lauten die Parallels RAS Client-Richtlinien?

Client-Richtlinien sind ein vom Administrator definiertes Regelwerk zur Verwaltung, Kontrolle und Einschränkung der den Benutzern zur Verfügung stehenden Einstellungsmöglichkeiten.

Erzwingen von Client-Richtlinien

Benutzer können heute auf ihre Anwendungen buchstäblich von jedem Gerät aus zugreifen. Ein Mitarbeiter kann von seinem Bürocomputer zu seinem privaten Notebook wechseln oder sein mobiles Gerät verwenden, während er von einem zum anderen wechselt. Dafür sind gegebenenfalls verschiedene Client-Richtlinien erforderlich, um den Zugriff auf sensible Unternehmensdaten zu sichern und zu schützen.

Mit Parallels RAS-Client-Richtlinien schützen Sie Unternehmensdaten, indem Sie Richtlinien für einen bestimmten Benutzer, eine Active Directory-Gruppe oder auch das Endgerät des Benutzers erzwingen. Die Einstellungen der Endbenutzer werden vom Administrator definiert und im Parallels Client präsentiert. Davon erfasst sind Verbindungs-, Druck- und Netzwerkeinstellungen, um nur einige zu nennen.

Dadurch wird der Aufwand für IT-Administratoren zur Unterstützung der Parallels Client-Konfigurationen auch bei neuen Mitarbeitern deutlich reduziert. Wenn ein neuer Mitarbeiter zum Unternehmen stößt und Mitglied einer bestimmten Active Directory-Gruppe ist, werden die Client-Richtlinien, die für die Gruppe eingerichtet wurden, automatisch auf den neuen Mitarbeiter angewendet, ohne dass zusätzliche Konfigurationen durch den IT-Administrator erforderlich wären.

Erstellen von Client-Richtlinien in der Parallels RAS-Konsole

Eine Client-Richtlinie steuert, welche Einstellungen auf der Parallels-Client-Oberfläche des Benutzers verfügbar sind. Mit der Client-Richtlinie kann der IT-Administrator auch Einstellungen innerhalb dieser Gruppen-Registerkarten erzwingen. Dadurch können IT-Administratoren die Einstellungen, die den Nutzern auf der Parallels-Client-Verbindung zu einer Parallels® Remote Application Server (RAS)-Farm zur Verfügung stehen, einfach verwalten und einschränken.

Die Einstellungen der Parallels-Client-Richtlinien werden in den folgenden Kategorien aufgeführt.

  • Verbindung – primäre Verbindung, sekundäre Verbindung, Wiederverbindung, Computername und erweiterte Einstellungen
  • Anzeige – Einstellungen, Multi-Monitor, veröffentlichte Anwendungen, Desktopoptionen und HTML5
  • Drucken
  • Scannen
  • Audio-Wiedergabe
  • Tastatur
  • Erweitert – erweiterte Sitzungseinstellungen
  • Erfahrung – Leistung und Komprimierung
  • Netzwerk
  • Server-Authentifizierung
  • Lokale Geräte und Ressourcen – Zwischenablage, Laufwerke, Geräte, Ports, Smartcards und Dateitransfer
  • Client-Optionen – Verbindung, Update, PC-Tastatur und Single Sign-on
  • Erweitert – Global, Sprache, Drucken und Windows-Client
  • Steuerungseinstellungen – Verbindungen, Passwort, Import und Export
  • Umleitung
Client-Richtlinien

Konfigurieren der Client-Richtlinie

Durch die Auswahl einer Verbindungseigenschaft in der Parallels RAS-Konsole wird die Richtlinie durchgesetzt und die ausgewählten Einstelllungen werden nicht mehr auf dem Parallels Client angezeigt. Zum Beispiel kann ein Administrator die Druckoption auf dem Parallels Client deaktivieren, indem er einfach im Eigenschaftenfenster „Client-Richtlinie“ auf das Kontrollkästchen für das Drucken klickt.

Granularität der Client-Richtlinie

IT-Administratoren haben die Möglichkeit, entweder die gesamte Eigenschaft einzuschränken (z. B. die Eigenschaft Verbindungs- oder Steuerungseinstellungen) oder Unterkategorien zuzulassen. Sie können z. B. einen bestimmten Benutzer darauf beschränken, nur eine aktive Verbindung über den Parallels-Client zu haben. So können Sie die Einstellung „Sekundäre Verbindung“ aus der Verbindungseigenschaft entfernen. In ähnlicher Weise können Sie einem Benutzer Zugriff gewähren, damit er sein Anmeldepasswort ändern kann, indem Sie Passwort in der Eigenschaft „Steuerungseinstellungen“ aktivieren.